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Am 25. September 2012 diskutierte Obmann Mag. Karl Koller auf Einladung des Internationalen Instituts für Liberale Politik und der BZÖ-Zukunftsakademie mit dem früheren Bundesminister Abg.z.NR Herbert Scheibner und Dr. Andreas Unterberger im Hotel Imperial über die Fragestellung "Was wird aus Europa?"

Obmann Koller betonte in seinem Einleitungsstatement, dass wir weder eine Krise des Euros, noch eine Staatsschuldenkrise der Europeripheriestaaten haben. Der Euro ist eine starke Währung, mit geringer Inflation und hohem Außenwert, die Eurozone in ihrer Gesamtheit steht weit besser da als die USA. Und nicht die Staatsschulden sind das Problem, sondern die ökonomischen Ungleichgewichte. "Spanien zahlt mit 70 % Staatsverschuldung höhere Zinsen als Italien mit 120%. Italien ist letztlich eine starke Volkswirtschaft, während Spanien ein Riesenproblem mit der Verschuldung des Privatsektors hat – verbunden mit der Immobilienblase, die nun die Banken in den Abgrund reißt", so Obmann Koller.

Eine Lösung, die nachhaltig sein will, muss die ökonomischen Ungleichgewichte angehen - die Leistungsbilanzdefizite und die Leistungsbilanzüberschüsse, die Kehrseite der Defizite, die Problematik der Staatsschulden und der privaten Verschuldung und den spiegelbildlich dazu wachsenden Geldvermögen.

Die Lösung sieht Obmann Koller in einer Politik der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft und deren Globalisierung. Damit das europäische Lebensmodell in Europa bewahrt und die Ablösung der Globalisierung der neoliberalen Ideologie durch die Globalisierung der Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft durchgesetzt werden kann, bedarf es eines starken handlungsfähigen europäischen Staates, der Europäischen Republik!
Der Weg dorthin führt über die Rettung des Euros - durch unbegrenzte Ankäufe von Staatsanleihen der Eurostaaten, wie von dieser angekündigt - mit dem Ziel, die Staatsfinanzierung dem Einfluss der Spekulation zu entziehen, über eine echte Fiskalunion zumindest des überwiegenden Teils der Eurostaaten ("Europäische Föderation") und schließlich deren Überführung in einen europäischen Bundesstaat, der "Europäischen Republik".

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