Wien, 25. Oktober 2010 (NE-PD) Die von Nova EUropa am Wochenende abgehaltene Programmklausur und die anschließende außerordentliche Generalversammlung standen ganz im Zeichen der Öffnung und der Weiterentwicklung der Programmatik von Nova EUropa: Aus der "Christlich-sozialen Plattform für ein föderatives Europa" wird eine breiter aufgestellte "Sammlungsbewegung für eine Europäische Republik" – die nun offen für alle ist, die Nova EUropa's Ziele sowie unser Menschen- und Gesellschaftsbild teilen.
Seit der Gründung 2003 hat sich Nova EUropa als moderne christlich-soziale Gruppierung verstanden, deren Kernthese die Notwendigkeit der Gründung einer kerneuropäischen Föderation rund um Frankreich und Deutschland war, um mit der Schaffung eines im Weltmaßstab gewichtigen wirtschaftspolitischen Akteurs die Voraussetzungen sowohl für eine erfolgreiche Umsetzung einer ökologisch-sozial-marktwirtschaftlichen Politik in Europa als auch für deren Globalisierung zu schaffen und so das europäische Lebensmodell abzusichern. "Spätestens mit der heurigen Neujahrsklausur hat sich Nova EUropa nun auch für Persönlichkeiten mit nicht christlichem, mit nicht christlich-sozialem Hintergrund geöffnet", so Obmann Karl Koller. "Diese Öffnung haben wir nun auch mit der Änderung des Vereinsnamens und der Anpassung unserer Statuten und der Programmatik nachvollzogen – als Sammlungsbewegung wollen wir nun allen eine Basis geben, die mit uns dieselben Ziele verfolgen wollen", so der Obmann weiter.
Der Vorsitzende des Nova Europa Präsidiums, der frühere zweite Präsident des Nationalrates Univ.-Prof. Heinrich Neisser betonte, dass mit dem Begriff der "Europäischen Republik" auch das mitschwingt, "was die Franzosen die 'valeurs républicaines', und was die Deutschen 'wehrhafte Demokratie' nennen". "Mit dem Republikbegriff wird nicht nur regelmäßig die Demokratie assoziiert, sondern auch der Citoyen, der Bürger und seine Bürgerrechte, Freiheit, Gleichheit, der laizistische oder zumindest säkulare Staat, und gerade im Sinne eines modernen Verständnisses von Bürger und Bürgerin – die Gleichberechtigung der Geschlechter", so Präsident Neisser. Im Grundsatzprogramm bekennt sich Nova Europa zum personalistischen Menschenbild – der Mensch ist Person, und als solcher ist er im Besitz unveräußerlicher, universell gültiger Menschenrechte, wobei er in seiner Doppelnatur als Individuum und Gemeinschaftswesen Verantwortung für das Gemeinwohl und für seine Mitmenschen (Solidarität) trägt.
Nova-EUropa Präsidiumsmitglied Altvizekanzler Josef Riegler betonte, dass "der 2008 erfolgte Zusammenbruch des Finanzkapitalismus, der ohne Eingreifen der Staaten zu einem Zusammenbruch der Weltwirtschaft geführt hätte, uns in unserer Ablehnung des neoliberalen Wirtschaftsmodells und dem Festhalten an der Sozialen Markwirtschaft und deren Weiterentwicklung zu einer Ökologisch-Sozialen Marktwirtschaft Recht gegeben hat".
"Als nunmehr breiter aufgestellte progressiv-bürgerliche Kraft werden wir an unserem politischen Konzept weiterarbeiten, dabei bewusst ideologische Hindernisse über Bord werfen, die Lösungen abträglich sind, und so eine moderne, an bürgerlichen Werten orientierte Politik entwickeln", so Präsident Neisser abschließend.
